FACHthema: Kirchenbeschallung

Kirchenbeschallung

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Akustisch etwas zu hören und zu verstehen sind Zweierlei. Dies gilt insbesondere in anspruchsvoller Akustik, wie sie großvolumige Räume mit schallharten Materialien naturgesetzmäßig erzeugen. Die Beschallung von sakralen Räumen birgt dabei regelmäßig besondere Herausforderungen. Die Beschallung von Sakralbauten – wie Synagogen, Kirchen, Moscheen, Tempel – setzt nicht nur spezielles Wissen über Raumakustik und Wahrnehmungsakustik voraus. Besonders zielführend ist auch eine umfassende, Hersteller unabhängige Marktkenntnis hinsichtlich individueller, zeitgemäßer Anlagentechnik. Die Position als unabhängiges Planungsbüro, entgegen einer absatzorientierten Installationsfirma, hilft dabei ausserordentlich. Diese Herangehensweise spart final Kosten und etwaigen Unmut – vielmehr optimiert es das Ergebnis gesamtheitlich erheblich.

Technische Anforderungen an Lautsprecher sind hierbei nur ein Teil. Denn: Die Zeit in welcher meist säulenförmige Lautsprecher, kurz Tonsäulen oder vereinzelt auch Gruppenstrahler genannt, zum Einsatz kommen ist vorbei. Wo früher meist nur eine schlichte Lautsprecheranlage in der Kirche üblich war, wird heute nicht selten universelle Medientechnik gefordert. Neben Sprachübertragung sollen heutige Systeme auch aufgezeichnete Klänge, Live Musik der Kirchenband und Videoton für die Projektion übertragen können – ohne dröhnenden oder blechernen Klang, ohne Rückkopplungen, klar und deutlich, in der ersten, wie in der letzten Sitzreihe und ebenso auf der Empore.

Natürlich klingende und sehr gute Sprachverständlichkeit in der gesamten Kirche, trotz anspruchsvoller  und schwieriger Kirchenakustik mit angemessener Lautstärke sind also das akustische Mindestziel. Doch wie sieht es mit den berechtigten Belangen des Denkmalschutzes aus? Optisch harmonische Integration ist für uns, neben der natürlich und gut verständlich klingenden Übertragung, selbstverständlich ein wesentlicher Punkt. Daher planen wir zeitgemäße Medientechnik für Kirchen interdisziplinär, in enger Abstimmung mit Architektur und Nutzerkreis.

 

Systemplanung: individuelle Anforderungen, passende Lösungen

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So wie ein jeder Mensch individuell ist, ist dies ebenso ein Kirchenraum. Hier stoßen verschiedene, individuelle Ansprüche aufeinander. Sei es die reine Raumgröße, seine Geometrie mit deren Herausforderungen, mögliche Installationspunkte, oder schlicht das Budget. Der Aufbau der Kirchenbeschallung kann dabei zentral, dezentral, mit mobilen oder fest installierten Lautsprechern, mit oder ohne Subwoofer erfolgen. Eine Liedanzeige, induktive Hörschleife, ein Anschluss für Laptop und Zuspielgeräte, die Einbindung des Geläuts, Projektion mit Leinwand, temporäre Einspielung von Live gespielter Musik der Kirchenband sind weitere mögliche Anlagenbestandteile. Sonderbauteile, unauffällige Montagehalter oder eine installationsgerechte Farbgebungen der Technik vervollständigen die Systemplanung.

Nicht zu vergessen: Besonderer Aufmerksamkeit bedarf meist der Verkabelung. Nicht selten sind Leitungswege oder Bestandsleitungen zu nutzen. Neben der klassischen 100-Volt-Beschallung kommen heute auch Lautsprecher mit lenkbarem Schall zum Einsatz. Je nach Funktion wird die Technik dazu Beam Steering oder Beam Shaping genannt. Die Schalllenkung kann dabei passiv, mechanisch oder durch aktive DSP Zeilenlautsprecher erfolgen. Was aber tun, wenn die bestehenden 100-Volt-Kabel und moderne Beam-Steering-Lautsprecher „verheiratet“ werden müssen? Auch hier gibt es spezielle Technik, auf die wir spezialisiert sind. Dies ermöglicht neuen Ton aus alten Kabeln.

Prognose des Beschallungsergebnisses

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Das Erzielen einer einwandfreien Sprachverständlichkeit und Klangqualität in einem Kirchenraum sollte nicht dem purem Zufall oder reiner Erfahrung überlassen werden – Erfahrung ist dabei die Mindestdisziplin. Ein Lautsprecher oder die Anordnung von Lautsprechern, die in einer bekannten Kirche funktionieren, müssen nicht zwangsläufig eine ähnliche Qualität in der eigenen erzielen. Dabei ist nicht der reine Klang gemeint, sondern vielmehr auch die Verständlichkeit, Gleichmäßigkeit oder auch die Rückkopplungsfestigkeit im Umgang mit Mikrofonen. Besonderer Beachtung sollte auch der menschlichen Wahrnehmung zukommen. Eine angemessene Lautstärke sowie eine richtungsbezogene Beschallung ohne Ortungsfehler kann eine deutlich bessere Verständlichkeit erzeugen, als eine solche, die nur gut klingt oder messtechnisch vernünftige Silbenverständlichkeit („STI“) aufweist.

Eine Herausforderung beginnt, wenn architektonische Belange, insbesondere berechtigte Denkmalschutz-Auflagen vorrangig zu berücksichtigen sind. Dabei gibt es zwei Ansätze: Entweder, wie gängig, die Lautsprecher dort zu positionieren, wo sie wenig störend erscheinen oder der Ansatz, der geschickt das Wissen von Raum- und Elektroakustik nutzt und herstellerunabhängig die passenden Lautsprecher und deren Montageorte sowie die dazu notwendige Elektronik zu Grunde legt. Unabhängig des jeweiligen Ansatzes setzen wir regelmäßig elektroakustische Simulationen ein um dabei akustisch zu objektivieren und insbesondere qualitativ zu optimieren.

 Optimierung durch modernste FFT-Messtechnik

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Unabhängig ob neue oder bestehende ELA Lautsprecher in der Kirche installiert sind: häufig lässt sich die Übertragungsqualität dank moderner Messtechnik und dem dazu notwendigen Wissen über Wahrnehmungsakustik wesentlich optimieren. Nicht selten lassen sich so hohe Kosten für eine komplette Neuinstallation vermeiden. Das Vorhandensein eines so genannten Feedback-Prozessors ist meist ein Anzeichen für systemstrukturelle Mängel. Vom Grundsatz gilt: eine korrekte Planung, Komponentenwahl und Installation bedarf keinerlei Rückkopplungsunterdrückung, da störende Rückkopplungsschleifen (Feedbacks) erst gar nicht entstehen. Alles andere wäre mit dem Versuch „den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“ gleichzusetzen. Messtechnik, die auf Fast Fourier Transformation basiert, ermöglicht dabei komplexe Sachverhalte objektiv und transparent zu erfassen und korrekt zu interpretieren, was einfache weit verbreitete RTA-Analyse nicht im Ansatz leisten kann. Daher setzen wir ausschließlich hochwertige FFT-Messtechnik, der Genauigkeitsklasse 1, ein.

 Mikrofone – Ästhetik und Funktion

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Mikrofone sind, wie der Apfel im Garten Edens, meist der Beginn des Übels. Daher kommt ihnen besondere Beachtung zu. Dies gilt für jene mit oder ohne Kabel. Dabei spielt nicht nur die Wahl der richtigen, nutzungsberechtigten Funkfrequenzen eine Rolle. Ein „Universalmikrofon“ gibt es nicht, auch wenn es Prospekte häufig suggerieren. Daher ist die Auswahl der Mikrofonart wesentlich. Kondensatormikrofone und dynamische Mikrofone haben ihre Vor- und Nachteile, welche individuell abzuwägen sind. Druck(gradienten)empfänger, Klein- und Großmembran oder Doppelmembran haben ihre spezifische Wirkungsweise. Selbiges gilt für die Richtcharakteristik eines Mikrofons. Richtrohre („Bleistiftmikrofone“) sind nicht immer die erste Wahl, Kugelmikrofone ebenso nicht grundsätzlich ein Tabu. Der Einsatz der richtigen Bauform-Wandler-Kombination spielt daher eine wichtige Rolle. Zu nennen sind das Handmikrofon, Stabmikrofon, Interferenzrohr, Grenzflächenmikrofon, Kardioidebenenmikrofon, Umhängemikrofon, Kopf- oder Ansteckmikrofon. Daher setzen wir besonderen Wert auf die richtige Wahl des optimalen Mikrofons, da dieses ein wesentlicher Bestandteil der Signalkette und des Wohlgefühls ist.

Drahtlose Hörhilfe – Hörschleifen & Co.

Soniek Kompetenzpartner des Arbeitskreises SchwerhörigengruppenNicht Jeder ist mit Fledermausohren gesegnet. Erschwertes Hören kann dabei angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens mehr oder weniger dazu gesellen. Sozialen und christlichen Grundsätzen folgend sollen Schwächere nicht ausgeschlossen, sondern integriert werden. Die Versorgung sollte dabei flächendeckend gewährleistet sein, um Jedermann eine freie Platzwahl zu erlauben. Dieser Ansatz würdigt nicht nur den Gleichstellungsgrundsatz, sondern fördert vielmehr das individuelle Wohlgefühl im Gottesdienst. Das Sitzen neben einer vertrauten Person, im Kreise der Familie oder auf einem Platz auf dem sich der Einzelne aufgehoben fühlt, sollte selbstverständlich sein. Dies kann in einer Kirche beispielsweise durch eine moderne Hörschleife (ID-Anlage) gewährleistet werden. Es gibt aber auch Systeme die auf Funktechnik (FM-Anlage) oder Infrarotstrahlung (IR-Anlage) basieren. Der Einbau sollte bei Neubauten grundsätzlich von Anbeginn bedacht werden um unnötig hohe Zusatzkosten für einen Umbau und etwaigen Unmut bei den Betroffenen zu vermeiden. Ein Nachrüsten in historischen Bestandsgebäuden ist zwar nicht immer ohne Probleme, jedoch mit spezieller Konzeption, möglich. Um eine flächendeckende und vor allem störungsfreie Übertragung zu gewährleisten ist eine Schleifenplanung notwendig. Reine Erfahrung hilft hier nur bedingt, da Störfelder, welche auch Störungen in die Lautsprecheranlage eintragen können, in ihrer Komplexität nicht vorhersehbar sind – dies würde dem Blick in eine Glaskugel gleichen. Dies liegt zu guter letzt am individuellen Baubestand (Bodenaufbau und Wände) selbst. Daher planen wir drahtlose Hörhilfen mit modernster Messtechnik und unter Zuhilfenahme von speziellen Programmen im Vorfeld um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Nicht um sonst wurden wir vom Arbeitskreis der unterfränkischen Schwerhörigengruppen als Kompetenzpartner gelistet.

Alles im Griff – zeitgemäße Anlagenkontrolle

Da die medientechnische Ausstattung in Kirchen heutzutage deutlich umfassender ist als früher, hilft meist eine übergeordnete Medien-Steuerung die Bedienung im Alltag nicht nur zu erleichtern, sondern auch reproduzierbar zu gestalten und Fehlbedienung grundsätzlich auszuschliessen. Dies gilt nicht nur für eine Steuerung, sondern bereits bei der Anordnung der Technik oder der Einbindung bestehender Geräte, wie beispielsweise einem Kassettenrekorder. Bedienergonomie ist dabei nicht nur eine Worthülse, sondern essentieller Bestandteil einer modernen, nutzerfreundlichen Anlage. Damit lassen sich selbst Systeme mit einer ausserordentlichen Vielzahl an Eingängen, Zonen und Funktionen zielführend bedienen. Unsere Planungsleistung hört deshalb nicht mit der fertigen Installationsleistung der am wirtschaftlichsten beauftragten Fachfirma auf. Durch klare und definierte Vorgaben ist sicher gestellt, dass Ihre neue Technik am Ende so eingebaut und in Betrieb gesetzt wird, wie am Anfang abgestimmt und zugesagt. Von uns geplante Technik ist intuitiv, von technischen Laien problemlos und übersichtlich bedienbar.

 

Sie planen den Neubau, Umbau oder die Modernisierung Ihrer Kirche und wünschen sich unkomplizierte, kompetente, unabhängige und kostentreue Unterstützung? Ihre bestehende Anlagen soll optimiert oder begutachtet werden? Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, von der Idee bis zur mangelfreien Abnahme der fertig in Betrieb genommenen Anlage – inklusive kompetenter und hilfreicher Einweisung. Wie auch immer: wir unterstützen Sie ihre Technik zu optimieren oder bei Unstimmigkeiten zu begutachten – wir sind ein eingetragenes und DIN EN ISO 9001 zertifiziertes Sachverständigenbüro.

 

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